• Grundeigentum als sicherster Wert

Grundeigentum als sicherster Wert

26.08.2021

Hauseigentümer-Verband Region Steckborn HEV tagte in der Wiel- Halle Müllheim – Drei neue Vorstandsmitglieder gewählt

«Sie als Liegenschafteneigentümer konnten dank ihrem Grundeigentum weiterhin ruhig schlafen», sagte Konrad Häberlin, Präsident HEV Region Steckborn, zur Begrüssung der Mitglieder des Hauseigentümer Verbandes Region Steckborn in der Müllheimer Wiel- Halle nach zwei Jahren pandemiebedingten Unterbruchs. Er betonte die Wichtigkeit vom Engagement der HEV dafür, dass Grundeigentum weiterhin ein stabiler Wert in unserer Gesellschaft bleibt und verwies auf das im 2013 in Kraft gesetzte Planungs- und Baugesetz (PBG) des Kantons Thurgau. Jede Gemeinde erhielt die Auflage das kommunale Baugesetz bis 2018 zu revidieren. Häberlin beklagte, die «langwierige Geschichte», dass Steckborn und Wigoltingen noch heute im Verzug sind. Bei den Rechtsverfahren hoffte Häberlin auf schnellere Verfahren: «Die Einsprachen haben zugenommen.» Er kritisierte die «ängstliche, übervorsichtige Rechtsauslegung des DBU in Sachen Gestaltungsplänen.»

Wo die Baugesuche «stecken bleiben» könne auf dem Internet beim DBU eingesehen werden. Punkto Abschaffung des Eigenmietwertes würden die Mühlen zwar langsam, aber stetig mahlen. Häberlin empfahl daher: «Planen Sie Instandhaltungsarbeiten in den nächsten zwei bis vier Jahren, nachher sind diese nicht mehr steuerlich absetzbar.» Die Jahresgeschäfte gingen zügig über die Bühne. Neu in den Vorstand gewählt wurden Katja Alther, Pfyn, Mathias Tschanen , Müllheim, und Ulrich Simon, Steckborn. «Es ist wichtig, dass alle Bezirksteile vertreten sind», betonte der Präsident. Zurückgetreten sind Anita Alther, Steckborn, und Peter Sulger Büel, Mammern. Die Jahresrechnungen 2019 mit einem Gewinn von 3425 Franken und die Jahresrechnung 2020 mit einem Gewinn von 11441 Franken wurde einstimmig genehmigt. Simon Ulrich ist übrigens Fachanwalt im Immobilienrecht. Die Jahresbeiträge bleiben wie bisher. Und Anita Alther wurde für 23 Jahre «sehr sparsame» Finanzfachfrau speziell gewürdigt.

Als «einmalig» bezeichnete Referent Andrea Paoli, Leiter Abteilung Energie des Kantons Thurgau, das neue Energierecht im Thurgau, weil es auch finanziell unterstützt und keine «Brecheisen-Methoden» anwende. Seine Ausführungen zum Thema «MuKEn Light/Heizungsersatz» fand offene Ohren, besonders die Förderprogramme. Er präzisierte, dass es kein Verbot für Oel- und Gasheizungen gebe. Er machte sich stark für erneuerbare Wärme beim Heizsystem, wie Wärmepumpe mit Erdsonde, Wasser oder Aussenluft; Holzfeuerung als Hauptwärmeerzeugung; Wärmepumpenboiler mit Solarstromanlage und Fernwärmeanschluss mit Wärme aus erneuerbaren Energien bis zum Einbau von kontrollierter Wohnungslüftung und Bezug von Biogas. Er verwies auf www.stromkennzeichung.ch, wo der Stromverbrauch der Gemeinden einsehbar ist. Wichtig sei, die Solarstromproduktion zu erhöhen. Paoli erklärte die Förderprogramme, die unter www.energie.tg.ch von jederfrau und jedermann nachgelesen werden können. Dazu gebe es Beratungsmodule eteam-tg.ch. Die Erstberatung ist kostenlos, kostenlos ist auch die Impulsberatung «Energetische Immobilienberatung» ebenso wie die Impulsberatung «Fahrzeugersatz».

«Jeder Eigentümer trägt die Verantwortung, dass sein Gesuch rechtzeitig – also vor Baubeginn – eingereicht wird», betonte Paoli. Als Vorgehensweise empfahl er: Offerten einholen, Fördergesuch online einreichen, Baugesuch einreichen, Förderbescheid abwarten, Vorhaben realisieren, Ausführungsbestätigung einreichen. Riesenapplaus gab es nicht nur für die vielen Tipps, sondern auch für das exzellente Gourmet-Menü vom Landgasthof Wartegg, gespendet vom HEV.

Margrith Pfister-Kübler